DRIVE-Ausblick: Im Team zu neuen Zielen
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DRIVE-Ausblick: Im Team zu neuen Zielen

Es war ein Ritterschlag. Im Juni 2021 zeichnete der Welt-Publishing-Verband INMA (International News Media Association) die Digital Revenue Initiative (DRIVE) aus. Das Projekt wurde mit dem renommierten Global Media Award als weltweit beste Brancheninnovation des Jahres geehrt. Offenheit und Kooperation überzeugten die internationale Jury besonders. Neben den herausragenden strategischen und technologischen Eigenschaften der Initiative.

„Wie habt ihr es bloß geschafft, dass Verlage bei einem so kritischen Thema zusammenarbeiten und sich gegenseitig in vertraulichste Leistungsdaten schauen lassen“, wurden die Initiatoren von DRIVE immer wieder gefragt. Die Kultur von Offenheit und Kooperation prägt die Erfolgsformel des DRIVE-Projekts. Ohne sie blieben die schönsten Algorithmen, die stärksten KI-Anwendungen und die smartesten Daten-Analysen am Ende weitgehend wirkungslos.

Die Bereitschaft, im geschlossenen Kreis der Partner ehrlich und ungeschminkt die Wirklichkeit der Daten zu akzeptieren, Stärken und Schwächen zu analysieren sowie gemeinsam Lösungswege zu entwickeln und in Testläufen zu erproben, macht alle beteiligten Häuser schneller.

Die digitale Transformation und die unbedingte Notwendigkeit, digitale Vertriebserlöse so zu steigern und zu verstetigen, dass sie dauerhaft Redaktion und Verlag finanzieren können, machen diese Formen der Zusammenarbeit zum Gebot der Stunde. Selbst in Verlagskonzernen und -gruppen wachsen die Zweifel, ob der Alleingang angesichts der Komplexität der Aufgaben, der kulturellen Widerstände und der Dynamik im Markt noch der effektivste Weg sein kann.

Offenheit und Kooperation bestimmen zugleich die DRIVE-Perspektiven. Dies betrifft vor allem die strategische Vision von personalisierten Verlagsangeboten. Je jünger und je digitaler die Nutzerinnen und Nutzer, desto weniger ist ihnen vermittelbar, dass die Web-Angebote für Musik (Spotify), Filme (Netflix), Bücher (Amazon) oder Web-Videos (YouTube) dem persönlichen Geschmack folgen, nicht aber die journalistischen „Eins für alle“-Informationsangebote der Verlage. Immer deutlicher wird, dass die schrittweise Personalisierung zu einer Voraussetzung wird, um die nachwachsenden Zielgruppen für die digitalen Angebote der Zeitungshäuser zu gewinnen.

Zwei Aspekte stehen dabei im Vordergrund:

  1. Jede Leserin, jeder Leser ist in der Summe seiner thematischen Interessen einzigartig. Je häufiger ein Medienangebot es schafft, das unterbewusste Signal zu senden „Ahh, genau für mich!“, desto größer die Wahrscheinlichkeit, eine loyale Kundenbeziehung zu etablieren. Um dabei auch Nischeninteressen bedienen zu können, benötigen Verlage mehr Inhalte als die für das eigene traditionelle Stammprodukt zur Verfügung stehen. Die Summe aller Inhalte der DRIVE-Verlage plus des Partners dpa schafft dagegen perspektivisch einen Inhaltepool, der auch sehr spezielle thematische Vorlieben bedienen kann. Entscheidend: der einzige Zugang zu einem solchen „Spotify for News“ bleibt das digitale Abo des Heimatverlages.
  2. Neben den Inhalte-Vorlieben ist die zweite Dimension der Personalisierung die individuelle Nutzungssituation. Die eine will morgens in der Bahn den Überblick über die Schlagzeilen auf dem Smartphone, um im Büro up to date zu sein. Der andere gönnt sich beim Frühstück die Zeit, um mit dem Tablet die lange Reportage bis zum Ende zu lesen. Ein Dritter lässt den Tag auf dem Sofa mit einem lokalen Podcast oder einem Live-Videoformat ausklingen. Auch hier gewinnen künftig die Angebote, die den und die Einzelne möglichst passgenau bedienen. DRIVE will es möglich machen – im Team.

Dieser Blick in die Zukunft ist im WhitePaper „DRIVE – Gemeinsam digitale Erlöse steigern. Eine Zwischenbilanz“ zu finden. Es behandelt die rasante Entwicklung des Projekts mit nunmehr 13 Verlagen und schildert konkrete Use Cases und Mehrwerte der Beteiligten. Das WhitePaper können Sie hier kostenlos herunterladen.

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Notizblock:

Meinolf Ellers
Strategic Business Development dpa
Twitter: @meinolfellers
LinkedIn: Meinolf Ellers

 

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